ZEIT und ihre Geschichte


Das Krimi Literatur Festival hat sich vor geraumer Zeit neu erfunden und versteht sich als genreübergreifendes Lesefestival. Autorinnen und Autoren unterschiedlichster Literaturarten erzählen an den Leseorten in Wien, Linz und am Attersee über die Entstehung ihrer Werke, über die Hintergründe, die Motivation und lesen Auszüge aus ihren aktuellen Büchern.

Im Jahr 2017 haben wir mit der Festivalreihe „Literatur ohne E und U“ uns gegen die konventionellen Grenzen des Buchmarktes ausgesprochen. Derart spannende Themen wollen wir auch weiterhin auf dem Programm haben.

Im Gedenkjahr 2018 stellen wir mit der Festivalreihe „Zeit und ihre Geschichte“ die Historie Österreichs und Deutschlands in den Mittelpunkt. Deshalb werden 2018 einige Autorinnen und Autoren zu Gast sein, die historische Romane, Kriminalromane oder Sachbücher schreiben bzw. Bücher mit zeitgeschichtlichem Hintergrund.

Freuen Sie sich also 2018 wieder auf ein interessantes, spannendes und vielfältiges Programm.




PROGRAMMINFO WIEN 2018

Krimitage Wien, eine jährliche Festivalreihe des Krimi Literatur Festival .at in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadrt Wien und der Hauptbücherei der Stadt Wien
Ort: Hauptbücherei Wien am Gürtel, Urban-Loritz-Platz 2, 1070 Wien; EINTRITT FREI!

Donnerstag 19.4.2018

MICHAEL GERWIEN
„Gründerjahr“, historischer Kriminalroman (Gmeiner 2018)
BETTINA BÁLAKA
„Kaiser, Krieger, Heldinnen“, Roman (Haymon 2018)
DAGMAR FOHL
„Alma“, historischer Roman (Emons 2017)

Freitag 20.4.2018

BEATE MALY
„Tod an der Wien“, historischer Kriminalroman (Emons 2017)
BEATE MAXIAN
„Die Frau im hellblauen Kleid“, Roman mit historischem Hintergrund (Heyne 2017)
HERBERT LACKNER
„Die Flucht der Denker und Dichter“, Sachbuch (Ueberreuter 2017


INFOS ZU DEN AUTOREN / LESUNGEN
DONNERSTAG, 19.4.2018 - 19:00 Uhr

MICHAEL GERWIEN www.mgerwien.com
lebt in München. Er arbeitet dort als Autor von Krimis, Thrillern, Kurzgeschichten und Romanen. Zehn Max Raintaler Krimis bei Gmeiner. 2016 erschien der Thriller „Schattenkiller“, die Serie wurde 2017 mit „Schattenrächer“ fortgesetzt.

„Gründerjahr“ historischer Kriminalroman, das aktuelle Buch zur Lesung (Gmeiner 2018)
Die Novemberrevolution 1918 läutete die Geburtsstunde des Freistaates Bayern ein. Zum 100. Jubiläum begibt sich der Münchner Autor Michael Gerwien auf die Spuren durch ein spannendes Jahrhundert. In seinem neuen Kriminalroman »Gründerjahr« entführt er seine Leser zurück zu den Ereignissen rund um Kurt Eisner und dem Sturz der Monarchie. Eine bestialische Mordserie hält den neuen Freistaat in Atem. Die Ermittlungen bleiben in den Wirren von Hungersnot und Neuorientierung erfolglos. Erst dreißig Jahre später, nach weiteren Morden, gelingt die Überführung des Täters. Doch im Jahr 2018 beginnt das Spiel wieder von vorn. Mitten im Geschehen befindet sich die Ermittlerfamilie Weinberger, die über Jahrzehnte und Generationen hinweg immer wieder mit den Mordserien in Berührung kommt. Dabei verwebt der Autor einen mitreißenden Plot in hundert Jahre bayerische Geschichte.

DAGMAR FOHL
absolvierte ein Studium der Geschichte und Romanistik in Hamburg und arbeitete als Historikerin und Kulturmanagerin. Heute lebt sie als freie Autorin in Hamburg und schreibt Romane über Menschen in Grenzsituationen. Psychologisch fundiert zeichnet sie Seelenzustände ihrer Protagonisten mit ihren Lebens- und Gewissenskonflikten und beleuchtet gleichzeitig die gesellschaftlichen Verhältnisse und Probleme der jeweiligen Epoche, in der ihre Protagonisten agieren.

„Alma“ historischer Roman, das aktuelle Buch zur Lesung (Gmeiner 2017)
Der Hamburger Musikalienhändler und Cellist Aaron Stern muss 1939 Deutschland ohne seine Tochter verlassen. Eine verhängnisvolle Odyssee beginnt. Er findet in keinem Land sichere Aufnahme und gerät in die Fänge der Nationalsozialisten. Nach leidvollen Erfahrungen als Schiffsflüchtling und Lagermusiker kehrt er schließlich nach Hamburg zurück. Eine berührende und abenteuerliche Suche nach seiner Tochter beginnt.

BETINA BALÀKA www.balaka.at
geboren 1966 in Salzburg, lebt als freie Schriftstellerin in Wien. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, Theaterstücke und Hörspiele. Vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Theodor-Körner-Preis (2004), dem Salzburger Lyrikpreis (2006) und dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis (2008). Zuletzt erschienen: Eisflüstern. Roman (2006), Schaumschluchten. Gedichte (2009). Bei Haymon: Auf offenem Meer. Erzählungen (2010), Kassiopeia. Roman (2012, HAYMONtb 2013), Unter Menschen. Roman (2014), Die Prinzessin von Arborio, Roman.

„Kaiser, Krieger, Heldinnen“ – Roman, das aktuelle Buch zur Lesung (Haymon 2018).
100 Jahre danach: eine Auseinandersetzung mit dem Erbe des Ersten Weltkriegs
1918 endete mit dem Ersten Weltkrieg auch die Donaumonarchie. Übrig blieb ein verklärtes Bild der Habsburger Monarchie, in dem Völkerkerker und Kriegsbegeisterung ebenso wie weltläufige Fin-de-Siècle-Kunst und Sissi-Idylle Platz haben. Zum 100. Jubiläum der Ausrufung der Republik beschäftigt sich Bettina Balàka mit der Frage, wo die Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirkt und wo das Private zum Politischen wird: von der Entwicklung der Nationalismen bis zum Niederschlag der Geschichte in der Literatur. Ein besonderes Augenmerk legt die Autorin auf die Historie der Frauenrechte.


INFOS ZU DEN AUTOREN / LESUNGEN
FREITAG, 20.4.2018 - 19:00 Uhr

BEATE MALY www.beatemaly.at
wurde 1970 in Wien geboren, wo sie bis heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt. Zum Schreiben kam sie vor rund zwanzig Jahren. Zuerst verfasste sie Kinderbücher und pädagogische Fachbücher. Seit rund zehn Jahren widmet sie sich dem historischen Roman und seit »Tod am Semmering« auch dem historischen Kriminalroman. Mitte 2017 erschien ein weiterer historischer Kriminalroman: „Tod an der Wien“. Zuletzt erschien „Die Salzpiratin“, ein historischer Roman aus dem Salzkammergut (Ullstein 2017)

„Tod an der Wien“ – historischer Kriminalroman, das Buch zur Lesung (Emons 2017)
Wien 1922: Mitten in der Ballsaison verunglückt Operettendiva Hermine Egger im Theater an der Wien tödlich. Die pensionierte Lehrerin Ernestine Kirsch glaubt nicht daran, dass die von ihr bewunderte Sängerin einem tragischen Unfall zum Opfer gefallen ist: Sie vermutet einen Mord. Gemeinsam mit ihrem Freund Anton Böck ermittelt sie zwischen Kaffeehäusern und Operette – und begibt sich damit in tödliche Gefahr …

BEATE MAXIAN www.maxian.at
Die österreichische Autorin wurde 1967 in München geboren, verbrachte ihre Kindheit in Bayern, Österreich und im arabischen Raum. Lebt und arbeitet als Autorin, Moderatorin und Journalistin in Oberösterreich und Wien. Veröffentlichte bisher zwei Sachbücher, ein Kinderbuch für UNICEF, zahlreiche Kurzkrimis in diversen Anthologien, zwölf Kriminalromane. Darunter sieben Kriminalromane rund um ihre Protagonistin „Sarah Pauli“, die allesamt Bestseller sind, Kultstatus erreicht haben und für die die Autorin bekannt ist. Nr.8 „Tod in der Kaisergruft“ erscheint am 19.3.2018. Mit „Die Frau im hellblauen Kleid“ hat Beate Maxian einen generationenübergreifenden und in der deutschsprachigen Theater- und Filmszene angesiedelten Familienroman geschrieben. Der Roman ist im November 2017 erschienen, derzeit bereits in der 3.Auflage.

„Die Frau im hellblauen Kleid“ Roman, das aktuelle Buch zur Lesung (Heyne)
Wien. Marianne Altmann, einst ein gefeierter Filmstar, ist schockiert, als sie von Plänen ihrer Tochter Vera erfährt. Diese möchte einen Film über ihre Familie drehen. Marianne fürchtet, dass nun auch die Abgründe der Familie ans Tageslicht kommen könnten, und mit ihnen ein lange zurückliegendes Vergehen. Es reicht zurück ins Jahr 1927, als ihre Mutter Käthe in einem geliehenen Kleid am Theater vorsprach. Der Beginn einer beispiellosen Karriere – und einer verhängnisvollen Bekanntschaft mit Hans Bleck, der zum mächtigen Produzenten der Ufa aufsteigen sollte ...

HERBERT LACKNER
Dr. Herbert Lackner, geboren in Wien, studierte Publizistik, war stellvertretender Chefredakteur der „Arbeiter Zeitung“ und danach 23 Jahre lang Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „profil“.
Er ist Autor zahlreicher zeithistorischer Beiträge in „profil“ und „Die Zeit“.

„Die Flucht der Dichter und Denker“ Sachbuch, das aktuelle Buch zur Lesung (Ueberreuther)
Deutschlands und Österreichs Wissenschaftler, Künstler und Intellektuelle entkamen den Nationalsozialisten auf oft abenteuerlichen Wegen. Eine Flüchtlingsgeschichte mit vielen Parallelen zu heute – die Betroffenen kommen allerdings nicht aus Syrien und Afghanistan. Sie waren Nobelpreisträger, Universitätslehrer, weltberühmte Schriftsteller und gefeierte Dirigenten, Juden und Christen, Politiker und Zeitungsredakteure, die ein gemeinsames Schicksal einte: Die Nationalsozialisten wollten sie ermorden. Unter den Flüchtlingen: Sigmund Freud, Stefan Zweig, Joseph Roth, Thomas, Heinrich, Golo und Erika Mann, Franz Werfel und seine Frau Alma Mahler-Werfel. Alfred Polgar, Hermann Leopoldi, Ödön von Horvath, Anna Seghers, Robert Stolz, Friedrich Torberg, Karl Farkas, Billy Wilder, u.v.m.